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"Nr. 14 Wiener Wandzeitung" - Hundert Tage drittes Reich. (...) Sofort nach der Machtübernahme haben die Nazi ein großzügiges Arbeitsbeschaffungsprogramm für Bonzen und Nationalsozialisten durchgeführt. (...) Aber achteinhalb Millionen Arbeitslose wareten noch immer auf das Arbeitsbeschaffungsprogramm" des Dritten Reiches! (...) In diesen hundert Tagen ist die Arbeitslosigkeit gewaltig gestiegen! (...) Die Nazi haben den Kleinbauern und Gewerbetreibenden Steuerermäßigungen versprochen, jetzt aber werden die Steuern rücksichtslos eingetrieben! (...) Im Dritten Reich sollte es angeblich "keine Hungernden" mehr geben, aber die Nazi haben im Interesse der Großgrundbesitzer wichtige Lebensmittel, vor allem Brot, Fett und Mehl empfindlich verteuert! (...) Die Mark ist im Wert gesunken! (...) Der jüdische Bankdirektor Wassermann berichtete voll Genugtuung im Berliner Tageblatt, daß es ihm und allen anderen Bankdirektoren im Dritten Reich an nichts fehle. Nur an Hausierern tobt sich der Antisemitismus aus! (...) Die Universitäten wurden von allen bekannten Forschern "gesäubert", aus den Spitälern hat man die Ärzte vertrieben, aber strengstens wurde jedem SA- oder SS-Mann die Parole eingeschärft: "Hände weg von der Börse!" (...) Der Geist soll ausgerottet werden, der Profit ist heilig! (...) es gibt in ganz Deutschland nur mehr faschistische Zeitungen, nur mehr faschistische Versammlungen! Die Nazi haben die "Befreiung" der deutschen Arbeiter und die Verwirklichung des nationalen Sozialismus versprochen. Aber statt der Großbanken wurden die Arbeiterheime und Gewerkschaftshäuser "enteignet"! (...)
Plakatarchiv 3/207
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PzpA. EG, Plakatkammerl. Archivsignatur: Plakatarchiv 3/207. Datenbanknummer: VGA_343. "". (https://zeithistorische-archive.at/digitalisate/plakate.916f4727-a8f2-4219-805b-efa5d02be921; abgerufen am 12.10.2026)